Kampanien, Golf von Neapel, Cilento

Am Vesuv vorbei fahren wir nach Salerno. Hier werden wir die nächsten 10 Tage wohnen und die Umgebung erkunden, bevor es dann weitergeht an die italinische Stiefelspitze.

 

 

 

Hier wohnen wir im 2. Stock inkl. Dachterrasse
Blick auf Salerno
Der Pizzabäcker hat mit seinen Pizzen sogar eine Weltmeisterschaft gewonnen

 

 

 

Giardino della Minerva

 

In Salerno gab es früher eine berühmte Universität für Medizin. Zu diesem Zwecke wurde auch ein botanischer Garten angelegt, der viele Heilkräuter beherbergt. Dieser botanische Garten ist angeblich der Älteste Europas. Er wurde zwischenzeitlich restauriert und wieder bepflanzt.

Hoch über der Altstadt von Salerno, mit Blick aufs Meer kann man allerhand Pflanzen bestaunen. Der Garten ist nach den Grundsätzen der Harmonie angelegt. Diese regiert das Universum und damit auch den Menschen. Das Leben besteht aus den vier Elementen Erde, Luft, Feuer und Wasser. Diese haben die vier Eigenschaften trocken, kalt, warm und feucht. Die Körpersäfte des Menschen widerum, Blut, schwarze Galle, gelbe Galle und Schleim, entsprechen diesen vier Elementen.

Jede Krankheit entsteht, so der mittelalterliche Ansatz, weil die vier Körpersäfte nicht im Einklang sind. Überwiegt einer der Säfte muss mit einer Heilpflanze die Krankheit behandelt werden, um das Gleichgewicht wieder herzustellen.

Es gibt also warme feuchte, warme trockene, kalte feuchte und kalte trockene Pflanzen.

Nach diesem Prinzip ist der Garten auch angelegt. Sehr spannend und lehrreich.

 

 

 

Paestum

 

Eine römische Stadt mit griechischen Tempeln - die Geschichte von Paestum geht bis ins 7. Jahrhundert v. Chr. zurück. Damals begegneten sich Griechen und Ertrusker als Wirtschaftspartner an der Ebene des Flusses Sele.

Damals hieß Paestum noch Poseidoias und hatte seine Blütezeit im 6./5. Jh. v. Chr. Aus dieser Zeit stammen die drei großen griechischen Tempel.

Erst die Einrichtung der römischen Kolonie Paestum 273 v. Chr. hatte tiefgreifende Folgen. Das städtische Erscheinungsbild wurde den neuen Machtverhältnissen angepasst. Nur die drei Tempel blieben aus Pietätsgründen stehen.

Entwaldungen im Hinterland, ein Absinken der Küstenebene und damit die Versandung des Hafens, sowie die Ausbreitung von Sümpfen und der damit verbundenen Malaria hatte zu Folge, dass Peastum im 10. Jh. endgültig aufgegeben wurde und erst 1752 zufällig bei Straßenbauarbeiten wiederentdeckt wurde.

 

 

Nahe Paestum kann man einen Biobauernhof besichtigen, auf dem Büffel gehalten werden.

Wir haben Eis und Joghurt aus Büffelmilch probiert und waren begeistert. Sehr lecker.

 

 

 

Neapel

 

Hier wurde die Pizza erfunden.

Eine wilde, laute, verrückte Stadt mit - typisch für Italien - tausend Kirchen und jede Menge zu essen.

Wir waren 7 Stunden mit Kind und Kinderwagen in Neapel unterwegs, haben nur einen Bruchteil der Stadt gesehen und waren am Ende echt geschafft.

Einen tollen Blick über das ganze Ausmaß der Stadt am Vesuv hat man, wenn man mit der Seilbahn nach oben fährt.

Laut Reiseführer haben sich bis vor wenigen Jahren kaum Touristen in das Centro Storico verirrt, weil man Angst haben musste, beraubt zu werden. Heute ist Neapel aber auch nicht anders, als jede andere Großstadt. Wir hatten zumindest keine Angst.

 

 

 

 

 

 

Die Amalfi-Küste - Positano

 

Mit dem Schiff sind wir von Salerno nach Positano gefahren. 70 Minuten dauert die Überfahrt. Das Boot war voller Touristen, aber wir waren die einzigen Deutschen. Alles Italiener die ihre Heimat anschauen.

Positano ist sehr hübsch aber überlaufen. Und es ist April. Wir wollen uns gar nicht vorstellen, wie voll es dort in der Hauptsaison ist. Mit Kinderwagen ist das Städtchen eine Herausforderung, weil nur eine Straße durchführt und sich ansonsten viele Treppen durch die Gässchen schlängeln.

Wir haben stellenweise den Kinderwagen über etliche Höhenmeter nach oben tragen müssen und waren für einige andere Touristen lustige Fotomotive.

Uns hats trotzdem gefallen.

 

Wie aus nem kitschigen Reisekatalog
Brustbehaarung MUSS sein!
Manche verschlafen so nen Ausflug auch...

 

 

Pompeji

 

Das erste Mal, dass wir mit unserem Kinderwagen an Grenzen gestoßen sind. Es war sehr heiß und sehr voll, aber trotzdem eindrucksvoll.

Erhaltene Gebäude, die uralt sind. Man will sich gar nicht vorstellen, was damals passiert ist, als der Vesuv ausgebrochen ist.

Vieles von Pompeji ist noch nicht geborgen und liegt noch unter der Erde.

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